Gedanken-Unterseite
Nr. 6!


Willi erzählt

Der Walzer-König vom Tanzcafé

Mittwoch 17.06.2026

Eine amüsante Erinnerung aus Willis Jugendtagen Ich und der Walzer?
Ja, ich höre euch schon bis hierher lachen! Setzt euch erst mal hin, nehmt euch einen Kaffee und lacht ruhig – aber es stimmt wirklich. Es gab tatsächlich eine Zeit in meiner Jugend, da war das Walzertanzen mein allergrößtes Hobby. Wenn ich heute so zurückdenke... Mensch, das ist wirklich schon eine halbe Ewigkeit her. Aber damals, in den guten alten Zeiten, da hatten wir noch echtes, brennendes Interesse am Tanzen. Da gab es kein langes Überlegen: Wenn das Wochenende vor der Tür stand, hieß es einfach: Raus aus den Klamotten und ab ins Tanzcafé oder in die Disco!
Ausreden? Von wegen!
Ein müdes „Ich kann doch gar nicht tanzen“ ließen die Kumpels damals nicht gelten. Da wurde nicht lang gefackelt, da musste man einfach mit. Und glaubt mir, wir haben uns geschämt! Wir waren die personifizierte Rhythmusstörung. Aber der Gruppenzwang war stärker als die Scham. Damit die Blamage auf dem glatten Parkett vor den Augen der Damenwelt nicht völlig katastrophal endete, wurde zu Hause eine geheime Trainingsstation eingerichtet. Da wurde im Wohnzimmer geübt, geschwitzt und geflucht, was das Zeug hielt. Eins, zwei, wiegen... eins, zwei, wiegen. Wenn man ehrlich ist, glich das Ganze eher einem Überlebenskampf. Und die Bilanz des Wochenendes? Regelmäßig tiefblaue Zehen! Aber wer schön sein will – oder zumindest so tun will, als ob er tanzen kann –, der muss eben leiden. Das musste damals einfach sein.
Irgendwann hatten wir den Bogen dann tatsächlich so einigermaßen raus.
Wir konnten uns unfallfrei im Kreis drehen, ohne die Damen zu zertrampeln. Stolz wie Oskar standen wir am Tanzflächenrand. Doch genau in dem Moment, als wir dachten, wir wären die Könige des Saals, tauchten diese ganz bestimmten Typen auf. Ihr kennt sie: Diese Halbstarken, die die Tanzbegleitung im Affentempo um die eigene Achse wirbelten, als gäbe es kein Morgen mehr! Nur Show, nur Angeberei. Wenn man da als mühsam trainierter Walzer-Lehrling zusah, schwoll einem der Hals an, das kann ich euch sagen! Da machte das Tanzen dann auch direkt wieder keinen Spaß mehr.
Aber anstatt mich ewig zu ärgern, stellte ich mich einfach ganz gemütlich an den Rand, schaute mir das Spektakel an und sagte ganz gelassen zu mir selbst: „Willi, lass die mal ruhig tanzen und den großen Max markieren. Sollen die ihre Damen ruhig wie Hubschrauber durch den Saal schleudern. Am Ende des Tages gilt sowieso eine unumstößliche Wahrheit:
So gut Stichlinge angeln wie ich, das kann von diesen Vögeln hier sowieso keiner!“
Und mit diesem herrlich beruhigenden Gedanken im Kopf war die Welt für mich auch sofort wieder absolut in Ordnung.






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Wir konnten uns unfallfrei im Kreis drehen, ohne die Damen zu zertrampeln.
Stolz wie Oskar standen wir am Tanzflächenrand.


Willi erzählt

Willi der Eiermann: Eine ganz besondere Fracht

Samstag 20.06.2026

Ja, ihr habt richtig hingeguckt, ich bin der neue Eiermann. Ich bringe ab jetzt die frischen Eier mit dem Motorrad persönlich zu euch nach Hause. Ist doch alles nur ein schöner Traum, obwohl, wenn ich so richtig darüber nachdenke… eigentlich hat alles damit angefangen, dass ich meine alten Motorrad-Zeiten mal wieder aufleben lassen wollte.
Dass meine Maschine jetzt aber eine so ungewöhnliche Fracht geladen hatte, war selbst für jemanden, der jahrelang als Baggerfahrer und Matrose auf dem Rhein alles Mögliche durch die Gegend bewegt hat, eine Premiere.
Dort saß ich also, auf dem Bock, die Sonne brannte auf den Asphalt, und vor meinem Bauch – direkt zwischen meiner alten Lederjacke und dem Tank – klemmte ein Exemplar von einem Ei, das man normalerweise nur in sehr schlechten Science-Fiction-Filmen sieht. Es war so groß, dass ich beim Fahren mein Kinn fast darauf ablegen konnte. Es sah fast so aus, als würde ich mein Motorrad vorne mit einem überdimensionalen, elfenbeinfarbenen Airbag ausstatten.
„Na, Willi, mein Guter“, brummte ich zu mir selbst, während ich vorsichtig aus der Einfahrt in Walsum rollte, „bloß nicht in die Kurve legen, sonst gibt’s hier das größte Rührei der Weltgeschichte.“
Die Leute am Straßenrand blieben stehen. Erst sahen sie das Motorrad, dann mich, dann mein „Baby“. Ein kleiner Junge blieb mit offenem Mund stehen und zeigte auf das Ei: „Papa, guck mal, der Mann da vorne brütet auf seinem Motorrad!“
Ich musste grinsen. Mit 73 Jahren hat man ja schon so einiges erlebt – vom LKW-Fahren bis hin zu meinen Zeiten auf dem Rhein –, aber das war neu. Der Fahrtwind kühlte das Riesen-Ei sanft, während ich im zweiten Gang durch die Straßen tuckerte. Ich fühlte mich wie ein Matrose, der auf festem Boden den Kurs halten musste.
Als ich bei der ersten Kundin ankam, die schon neugierig an der Tür stand, balancierte ich das gute Stück vorsichtig ab. „Moin!“, rief ich, während ich den Motor ausschaltete, der unter dem Gewicht des Eis fast ein bisschen beleidigt klang. „Hier ist die Lieferung – frisch, lokal und garantiert nicht aus dem Supermarkt!“
Die Kundin starrte auf das Ei, dann auf mich, und fing an zu lachen. „Willi, um Himmels Willen, was haben Sie denn da angestellt? Brauchen wir dafür eine Bratpfanne vom Schrottplatz?“
„Ach was“, zwinkerte ich ihr zu, während ich mein Gleichgewicht wiederfand. „Das ist ein echtes Premium-Ei. Da reicht ein ordentliches Frühstück für die ganze Nachbarschaft von!“
Auf dem Rückweg, das Motorrad war nun deutlich leichter und die Federung hatte wieder Spielraum, dachte ich mir: Vielleicht sollte ich das mit dem ‚Eiermann‘ als festes Rentner-Projekt etablieren. Es hält fit, man kommt an die frische Luft und der Gesprächsstoff geht einem garantiert nie aus. Und wenn mich mal jemand fragt, wie ich das gemacht habe? Dann sage ich einfach:
„Das ist jahrelange Erfahrung als Papiermacher – Fingerspitzengefühl ist alles!“






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Der Fahrtwind kühlte das Riesen-Ei sanft, während ich im zweiten Gang durch die Straßen tuckerte.


Willi erzählt

Willi und der VW Käfer

Donnerstag 18.06.2026

Ja, das waren noch Zeiten, als ich mit meinem VW-Käfer durch Walsum fuhr und die Stadt unsicher machte. Hier den kleinen Dackel, den habe ich nur in das Video eingebaut, damit etwas Dramatik im Film entstehen sollte. Ist in Wirklichkeit niemals so passiert! „Mensch, Leute, wenn ich diese Bilder sehe … Ja, das waren noch Zeiten! Damals, als ich mit meinem geliebten VW-Käfer durch Walsum gedüst bin und die Straßen unsicher gemacht habe. Der Motor hat geschnurrt, die Freiheit war grenzenlos und jede Kurve ein Abenteuer.
Und dann … habt ihr die Szene im Video gesehen? Wo mir plötzlich dieser kleine Dackel direkt vor den Käfer läuft?! Da setzt einem doch glatt das Herz aus, oder?“ (Willi lacht und winkt ab)
Ach Quatsch, ich kann euch beruhigen! Keine Sorge, dem Hund ist absolut nichts passiert. Um ehrlich zu sein: Den kleinen Kerl habe ich hinterher nur per Videoschnitt da reingebastelt, damit die Story ein bisschen Dramatik bekommt und ihr vor dem Bildschirm ordentlich mitfiebert! In Wirklichkeit ist das natürlich nie passiert. Mein Käfer und ich, wir hatten damals alles im Griff – und die Walsumer Dackel waren zu jeder Zeit absolut sicher vor mir!“




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Da kann man mal wieder sehen, wie schnell Dackel laufen können.


Willi erzählt

Im Rückspiegel der Erinnerung

Mittwoch 17.06.2026

Ein tiefes, raues Seufzen entwich Willis Brust, als das vertraute, tiefe Brummen eines Sechszylinders in der Ferne verhallte. Er blieb am Straßenrand stehen, die Hände tief in den Taschen seiner wettergebeutelten Jacke vergraben, und blickte dem schwindenden Punkt am Horizont hinterher.
Ja, die gute alte Goldwing.
Wenn ich an die Goldwing denke, dann wird mir ganz anders. Ein verräterisches Ziehen in der Magengegend, eine Mischung aus bittersüßer Nostalgie und blanker Sehnsucht. Wie gerne würde ich mich jetzt auf das Motorrad setzen und mal wieder ne kleine Runde drehen, auch wenn es nur ne kleine Runde wäre. Nur bis zum Rhein nach Ruhrort und zurück. Der Wind im Gesicht, das unerschütterliche Gefühl von Freiheit unter dem Sattel. Das ist mal wieder mein erster Gedanke, den ich habe, wenn ich so ein Motorrad sehe.
Ein zeitloser Klassiker
Hin und wieder sieht man so ein Motorrad hier auf unseren Straßen. Sie sind selten geworden, aber wenn eine vorbeigleitet, zieht sie alle Blicke auf sich. Auch wenn sie schon über 30 Jahre auf den Straßen unterwegs ist, hat sie immer noch ihre Liebhaber. Und das völlig zu Recht. Sie war kein bloßes Gefährt; sie war eine Festung auf zwei Rädern, ein treuer Gefährte auf Tausenden von Kilometern Asphalt.
Willi schloss für einen Moment die Augen.
Er konnte das sanfte Vibrieren des Motors noch spüren, das dumpfe, vertrauenerweckende Blubbern im Leerlauf. Sie war Perfektion im Chromgewand. Bis auf diese eine, verflixte Sache.
„Wenn… ja, das sagte ich damals öfter.“
Der eine, schmerzhafte Haken
Wenn sie einen Rückwärtsgang gehabt hätte, ich hätte sie niemals abgegeben. Niemals.
Es war eine Liebesgeschichte mit einem konstruktionsbedingten Makel. Jedes Mal, wenn er die schwere Maschine in eine Parklücke manövrieren oder an einer leichten Steigung wenden musste, wurde der Traum zum Kraftakt. Ohne diesen Rückwärtsgang war sie einfach zu schwer zu händeln.
Das Alter zollt irgendwann seinen Tribut, die Knie werden weicher, die Knochen müder, und die Vernunft siegt schließlich über das Herz.
Aber die Vernunft tröstet einen nicht an lauen Sommerabenden.
Schade, ich trauere ihr wirklich hinterher. Willi öffnete die Augen, strich sich über das graue Haar und blickte noch einmal die leere Straße hinunter. Der Asphalt flirrte in der Hitze. Die Goldwing war weg, aber die Erinnerung? Die blieb unumstößlich an ihrem Platz.




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Es war eine Liebesgeschichte mit einem konstruktionsbedingten Makel.


Willi erzählt

Wenn Willi mit Willi quatscht: Ein Duisburger Selbstgespräch

Dienstag 16.06.2026

Hömma, kennse dat auch? Du sitzt da ganz gemütlich im Sessel, blickst vielleicht gedanklich kurz rüber nach Ruhrort auffen Rhein, und plötzlich fängste an zu quatschen. Nicht mit die Rosi, ne, ne – mit dir selbst!
Letzten Samstag war dat wieder so weit.
Die Rosi war kurz einkaufen, und ich dachte mir: „Willi, wat meinse, schmeiß’n wir den Fernseher an oder genießen wir einfach ma die Ruhe im Karton?“ Das groooße Experten-Treffen
Kaum hatte ich dat gedacht, sachte mein innerer Willi sofort: „Hömma Willi, Ruhe is ja schön und gut, aber im Fernsehen läuft bestimmt irgendwo ’ne Doku über alte Bagger oder dicke Motorräder. Dat wär doch wat!“
Ich wieder: „Mensch Willi, da haste eigentlich recht. Du bist echt ’n Teufelskerl, immer die besten Ideen!“
Da fing der andere Willi in meinem Kopp an zu grinsen und sachte: „Ich weiß, Willi. Deswegen quatsch ich ja auch so gerne mit dir. Von uns beiden kannste eben noch wat lernen. Kompetenz-Team Walsum, sach ich nur!“
Der Witz des Tages
Weil das Gespräch gerade so herrlich tiefgründig war, dachte ich, ich erzähl mir selbst ma ’n Knaller, den ich neulich gehört hab:
Willi 1: „Willi, weißte eigentlich, warum Beamte nicht streiken?“
Willi 2: „Nee, erzähl ma, ich komm nicht drauf!“
Willi 1: „Weil man am Verhalten nicht merken würde, ob se streiken oder arbeiten!“
Ker, wat haben wir beide gelacht! Ich hab mir voll auffen Oberschenkel geklopft, und mein innerer Willi lag quasi flach vor Lachen. Wir waren uns völlig einig: Der Witz war absolute Spitzenklasse. Ein echtes Gag-Feuerwerk unter Kumpels. Das dicke Ende
Genau in dem Moment, wo wir uns vor Lachen kaum noch einkriegen konnten – ich hielt mir schon den Bauch –, ging die Wohnzimmertür auf. Die Rosi stand da, die Einkaufstüten noch in der Hand, und guckte mich an, als ob ich gerade versucht hätte, ein U-Boot im Rhein zu parken.
„Willi...“, sachte sie ganz langsam. „Mit wem feierst du hier eigentlich gerade ’ne Party? Und wer hat dir erlaubt, die ganze Bude zusammenzulachen?“
Ich hab mich kurz geräuspert, mich gerade hingesetzt und ganz trocken gesacht: „Du, Rosi, alles gut. Ich hab nur kurz mit einem gesprochen, der richtig Ahnung vom Leben hat. Und wat soll ich sagen? Wir waren uns in allen Punkten absolut einig!“
Rosi hat nur mit dem Kopp geschüttelt, geseufzt und meinte: „Solange ihr euch nicht dat Bier teilt, is mir dat lachs.“
Tja, wat soll ich sagen? Manchmal rede ich eben mit mir selbst. Dann lachen wir beide. Und wenn die Rosi reinkommt, lacht se einfach mit – auch wenn se denkt, der alte Walsumer Junge hat se nicht mehr alle auf der Kette!






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Letzten Samstag war dat wieder so weit.
Die Rosi war kurz einkaufen, und ich dachte mir:
„Willi, wat meinse, schmeiß’n wir den Fernseher an
oder genießen wir einfach ma die Ruhe im Karton?“


Willi erzählt

Der Duft von Freiheit und Boxer-Benzin:
Eine Reise nach Norddeich

Montag 15.06.2026

Manchmal reicht ein einziger Gedanke, ein kurzes Innehalten im Alltag, und die Zeitmaschine im Kopf springt an. Plötzlich schreibt das Jahr nicht mehr 2026, sondern 2005. Das dumpfe, beruhigende Boxer-Grollen erwacht im Gedächtnis zum Leben, und die Nase meint wieder diesen ganz spezifischen Geruch aus warmem Motoröl, Benzin und Leder wahrzunehmen.
Es war das Jahr, in dem die Welt noch ein kleines bisschen entschleunigter schien – und auf dem Tank stand in stolzen Lettern: BMW R80. Der Weg ist das Ziel
Die Erinnerung an die Tour nach Norddeich ist wie ein alter, perfekt belichteter Film. Das Wetter meinte es damals fast schon zu gut mit dir. Kein norddeutsches Schmuddelwetter, sondern milde, einladende Wärme, die sich perfekt unter der Motorradjacke anfühlte.
Die R80 war an diesem Tag kein bloßes Fortbewegungsmittel, sie war eine treue Gefährtin. Mit jeder Kehre, jedem Kilometer, den ihr euch der Nordseeküste genähert habt, schien die Maschine freier aufzuatmen. Kein Ruckeln, kein Murren. Sie gab einfach alles. Dieses unverwüstliche, ehrliche Fahrgefühl, das nur eine alte BMW vermitteln kann – das Gefühl, auf einer Welle von Drehmoment der Sonne entgegenzugleiten. Als die Luft langsam salziger wurde und die ersten Möwen am Horizont auftauchten, war klar: Das hier ist kein gewöhnlicher Ausflug. Das ist eine Tour erster Güte.
Der Blick zurück – und nach Norden
Am Deich angekommen, den Motor abgestellt, das leise Knistern des abkühlenden Metalls in den Ohren... Wer dieses Gefühl kennt, vergisst es nie wieder.
Heute bleibt die Frage: „Warum habe ich sie damals eigentlich hergegeben?“ Der Käufer kam aus Dänemark. Ein Händedruck, ein letzter Blick auf die markanten Zylinder, und weg war sie. Manchmal schleicht sich die Reue ein. Man hätte sie behalten sollen, eingemottet in der Garage, als mechanisches Erbe einer großartigen Zeit.
Ein schöner Gedanke zum Schluss: Wer weiß... die R80-Motoren sind für die Ewigkeit gebaut. Vielleicht tuckert sie genau in diesem Moment, während du das hier liest, entspannt durch die dänische Landschaft. Vielleicht bringt sie gerade jemand anderem genau dasselbe Lächeln ins Gesicht, das du damals auf dem Weg nach Norddeich unter deinem Helm hattest. Sie lebt weiter – in Dänemark, und für immer in deiner Erinnerung.






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Die Erinnerung an die Tour nach Norddeich ist wie ein alter, perfekt belichteter Film.


Willi erzählt

Die Möwen-Verschwörung von Ruhrort

Sonntag 12.06.2026

Die Möwen-Verschwörung von Ruhrort
Es war ein sonniger Tag am Rhein, und Willi saß, wie jeden Dienstagnachmittag, auf seiner „Thronbank“ in Ruhrort. Er blickte auf den Fluss, den Rhein – seinen Rhein –, der gemächlich dahinzog, als hätte er es auch nicht eiliger als Willi. Alles war in bester Ordnung, bis diese eine Möwe auftauchte.
Nicht irgendeine Möwe. Eine, die aussah, als hätte sie gerade eine Investmentbank überfallen und den gesamten Gewinn in ein zu großes Frühstück investiert. Sie landete mit einer Arroganz auf der Rückenlehne seiner Bank, die jeden Türsteher in den Schatten gestellt hätte.
Willi erstarrte. „Na, du kleiner Terror-Vogel?“, entwich es ihm, bevor er seinen eigenen Verstand zur Ordnung rufen konnte.
Die Möwe legte den Kopf schief. Ihr Auge, klein und pechschwarz wie ein unbezahltes Knöllchen, fixierte ihn. „Terror-Vogel?“, schien sie zu krächzen. „Willi, Schätzchen, ich bin die einzige, die hier seit einer Stunde auf deine Lebensweisheiten wartet. Erzähl schon: War das wirklich die große Liebe mit Brunhilde 1984, oder hast du nur die Schokotorte in ihrem Gesicht nicht verkraftet?“
Willi rutschte das Herz in die Hose. Er sprach mit einem Federvieh. Und dieses Federvieh kannte Dinge, die eigentlich unter das Bankgeheimnis seines Lebens fielen.
„Ich… ich werde dement“, flüsterte Willi panisch. „Das ist es. Jetzt fängt es an. Erst verlegt man die Brille, dann die Autoschlüssel, und am Ende diskutiert man mit fliegenden Ratten über seine Jugendsünden.“ Er wollte aufspringen, seine „Denkermaske“ – also den verwirrten Gesichtsausdruck eines Mannes, der eigentlich nur kurz eingenickt war – aufsetzen und das Weite suchen.
Doch die Möwe blieb unbeeindruckt. „Willi“, krächzte sie, während sie sich eine Feder zurechtzupfte, „du nennst uns frech, weil wir uns alles nehmen, was uns vor den Schnabel kommt. Aber du? Du sitzt hier seit Jahren auf dieser Bank, starrst auf das Wasser und lässt dein Leben an dir vorbeiziehen wie ein Lastkahn mit defektem Motor. Wer ist hier eigentlich der größere Vogel?“
Willi wollte kontern, doch das Wort blieb ihm im Hals stecken. Die Möwe hatte recht. Er hatte so viel Angst vor dem Urteil der anderen, dass er lieber mit einem Vogel stritt, als jemals zuzugeben, dass er sich manchmal verdammt einsam fühlte. Er hatte einen Ruf zu verlieren – den Ruf eines Mannes, der alles im Griff hat, während er in Wahrheit nur versucht, den Tag unbeschadet zu überstehen, ohne peinlich aufzufallen.
Die Möwe sah ihn ein letztes Mal an, mit einer Mischung aus Mitleid und echter Genervtheit, und stieß sich mit einem kräftigen Flügelschlag in die Luft. „Nächstes Mal mit Pommes, Willi! Wenn du schon mit mir redest, dann bitte mit Gegenleistung!“
Willi saß allein auf der Bank. Die Welt um ihn herum war wieder normal. Die Passanten gingen vorbei, niemand hatte ihn angestarrt. Er war sicher. Er hatte seinen Ruf gewahrt.
Doch als er so auf den Rhein blickte, fühlte er sich seltsam leicht. Die Möwe war weg, aber der Gedanke blieb: Wie viele Gespräche mit sich selbst – oder mit Tieren – führt man eigentlich nur deshalb, weil man verlernt hat, die echten Gespräche mit den Menschen zu suchen?
Willi holte tief Luft. „Vielleicht“, murmelte er, „sollte ich morgen mal jemanden fragen, wie sein Tag war. Aber erst, nachdem ich mir eine große Portion Pommes geholt habe. Sicher ist sicher.“




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Sie landete mit einer Arroganz auf der Rückenlehne seiner Bank,
die jeden Türsteher in den Schatten gestellt hätte.


Willi erzählt

Else will schon wieder

Freitag 12.06.2026

Ilse war eine Kuh, genau gesagt eine rotbunte Kuh. Sie war eine von über 50 Kühen damals auf dem Hof der Familie Hochstein in Schleswig-Holstein in der Gemeinde oder besser gesagt in dem Dorf Böken in der Nähe von Neumünster. Dort in Böken habe ich meine ersten Erfahrungen in der Arbeitswelt gemacht, als Landwirtsgehilfe.
Dort in Böken bin ich auch geboren im Hinterzimmer einer Gaststätte, die damals den Namen Treffpunkt“ hatte. Ich will aber nicht abschweifen und auf den Punkt kommen. Ilse war, wie gesagt, eine rotbunte Kuh. Sie und die schwarzbunte Kuh Hilde waren damals beide meine Lieblingskühe. Auf Hilde bin ich sogar einmal geritten, bis sie mich abgeworfen hat. Weiter will ich hier aber nicht näher darauf eingehen. Ich wollte nur eine Einführung für das kurze Video mit der Ilse herstellen, um das Video zu präsentieren. Es ist mit Google Flow erstellt worden. Der Prompt für die Bewegungen der Akteure ist folgender:
Stelle den Mann neben die Kuh. Er soll zur Kuh sagen: "Na Else, alles klar?" Die Kuh soll ihn von oben bis unten angucken und sagen: "Na klar, Willi, willst du wieder melken?"
Das ist der ganze Prompt Zum Prompt gehören natürlich noch zwei Bilder. Eins von dem Mann, der die Frage an die Kuh stellt, und eins von der Kuh selber. Welche Bilder ihr hierfür einsetzt, ist euch überlassen. Die Bilder, die ihr hier einsetzt, werden durch den Prompt (den Befehl) zum Bewegen gebracht. Das ist alles, was ihr tun müsst.Na dann viel Spaß beim Basteln. Wenn ihr die kostenlose Version von Google Flow einsetzt, könnt ihr jeden Tag 50 Punkte verbrauchen. Das sind dann für 5 kurze Videos mit 8 Sekunden Länge gerade ausreichend. Sind die Punkte verbraucht, so müsst ihr 24 Stunden warten, um wieder 50 Punkte zu erhalten. Ihr kriegt das schon hin, da bin ich mir sicher. Bin gespannt auf euere ersten Versuche.




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Dort in Böken habe ich meine ersten Erfahrungen in der Arbeitswelt gemacht, als Landwirtsgehilfe.


Willi erzählt

Das verdammt harte Los des Dauer-Feierabends

Freitag 12.06.2026

Man hatte mich gewarnt. Aber dass der Ruhestand derartig in Stress ausarten würde, hat mir vorher keiner gesagt. Glaubt mir, als Rentner hat man es einfach nicht leicht. Früher hatte ich einen Chef, heute habe ich ein ganzes Imperium an Freizeit, das meisterhaft verwaltet werden will. Allein dadurch, dass man plötzlich so viel mehr Freizeit hat, ist man von morgens bis abends richtig eingespannt in ein komplexes Geflecht aus Zeiteinteilung – und die daraus entstehende, erbarmungslose Verpflichtung, diese Zeit auch richtig einzuteilen.
Wann trinke ich den ersten Kaffee? Wann starre ich Löcher in die Luft? Und vor allem: Wie takte ich meine Pausen von den Pausen? Das kann ich euch sagen: Das kann richtig in Arbeit ausarten!
Die Chronik des täglichen Wahnsinns
Dazu kommt ja noch das logistische Großprojekt: die Verteilung der Zeit auf alle, die permanent an einem herumzerren.
Die Ehefrau: „Willi, wenn du eh gerade stehst...“
Die Kinder: „Papa, du hast doch jetzt Zeit, könntest du mal eben...“
Die Nachbarn: „Herrje, der Willi ist ja da, der kann kurz das Paket annehmen, den Rasen mähen und die Welt retten.“
Stundenlohn im Ruhestand: 0 €
Erwartete Verfügbarkeit: 24 Stunden, 7 Tage die Woche.
Stresslevel: Akute Burnout-Gefahr auf der Parkbank.
Willis Masterplan
Aber wisst ihr was? Ich lass mich von diesem Freizeit-Terror und dem Erwartungsdruck da draußen nicht abschrecken. Ich bin schließlich Profi. Ich mach heute einfach mein Ding – und dieses „Ding“ ist absolute Regungslosigkeit.
Ich bleibe heute mal ganz gepflegt liegen.
Die Bettdecke bleibt auf Halbmast, das Kopfkissen wird mein bester Freund.
Ich wünsche euch allen da draußen einen wunderbaren, hochproduktiven und maximal arbeitsreichen Tag! Bitte haltet euch ran und bleibt schön beschäftigt. Sonst kommt ihr mir bei eurer Langeweile noch auf krumme Gedanken und wollt eventuell bei mir anrufen, um meine mühsam strukturierte Freizeit mit euren Plänen zu sabotieren. Nicht mit mir!
In diesem Sinne: Frohes Schaffen, ich dreh mich noch mal um.
Euer Willi




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Glaubt mir, als Rentner hat man es einfach nicht leicht.


Willi erzählt

Neues Smartphon.

Mittwoch 10.06.2026

Ich habe mir ein neues Smartphone gekauft. Es hat eine Gesichtserkennung. Jedes Mal, wenn ich morgens ungeschminkt reinschaue, wählt es automatisch den Notruf!




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Ich glaube mein neues Smartphon ist schon kaputt!


Willi erzählt

Willi's Angst vorm gezeichnet werden.

Dienstag 09.06.2026

Das grelle weiße Licht der Schreibtischlampe brannte heiß auf Willis neuem Körper. Vor wenigen Minuten war er noch ein dreidimensionaler Gedanke im Kopf seines Schöpfers gewesen. Jetzt war er platt. Kerzengerade gezogene Bleistiftlinien bildeten seine Beine, ein etwas verwackelter Kreis war sein Kopf. Er war auf das weiße Universum eines DIN-A4-Blattes verbannt worden.
Willi versuchte, testweise einen Arm zu heben, aber er spürte sofort den unerbittlichen Widerstand der Papierfaser. Er konnte sich nur zweidimensional bewegen, gefangen im Kontrast von Graphit und Zellulose. Ein plötzlicher Luftzug ging durch den Raum, und das Blatt unter ihm bebte wie bei einem Erdbeben. Willi geriet in Panik. Was, wenn jemand das Fenster öffnete und er einfach davongeflogen wäre? Oder noch schlimmer: Was, wenn der Radiergummi kam?
Er blickte nervös nach links und rechts, hielt die Luft an und suchte nach einem Ausweg. Doch da bemerkte er das kalte, gläserne Auge der Kamera, die von oben auf den Schreibtisch gerichtet war, um seine Entstehung zu filmen.
Willi atmete tief durch, sammelte seinen ganzen Mut und zwang sich zu einem charmanten, wenn auch leicht zittrigen Auftreten. Er fixierte das Objektiv, setzte sein bestes Showmaster-Lächeln auf und sagte:
„Jetzt, wo ich nur noch ein Strich auf dem Papier bin, da bekomme ich schon Angst, dass ihr mich gleich ansteckt und ich in Flammen aufgehe.“
Ein leises Kichern ging durch das Studio. Der Zeichner legte das Streichholz, das er sich gerade für eine Kerze anzünden wollte, schmunzelnd beiseite. Willi war fürs Erste gerettet – auch wenn er sich insgeheim schwor, beim nächsten Mal lieber eine digitale Vektorgrafik werden zu wollen.







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Willi geriet in Panik. Was, wenn jemand das Fenster öffnete
und er einfach davongeflogen wäre?
Oder noch schlimmer: Was, wenn der Radiergummi kam?


Willi erzählt

Unterwegs mit Markus!

Dienstag 09.06.2026

Ich erzähle hier ein Erlebnis aus dem Jahr um 1998 bis 1999, so genau weiß ich das Datum leider nicht mehr. Die Geschichte hab ich hier schon einmal niedergeschrieben und sie ist daher auch nicht neu. Was ich geändert habe, ist das Foto, das ich mit KI erstellt habe. Dort ist auch der gleiche Text zu sehen, den ich bereits geschrieben habe. Ich fand das von der KI erstellte Foto so gut, dass ich alles noch einmal schreiben wollte. Also, einfach noch einmal lesen! Sorry...
Die Morgen begannen früh.
Noch bevor die Sonne über den Ziegeleiweg kroch, standen wir bereit – eine Kolonne aus zehn oder mehr LKWs (es waren 5-achsige Sattelzüge), die sich langsam in Bewegung setzte. Die Firma Pages lag etwas abseits vom Stadtkern, kurz vor Lohberg. Es war kein glamouröser Ort, aber für uns war es der Ausgangspunkt vieler gemeinsamer Kilometer.
Ich fuhr einen alten MAN-Kippsattelzug, der seine besten Jahre hinter sich hatte, aber zuverlässig war. Neben mir, oft auf derselben Tour, fuhr Markus. Ein junger Kerl mit kräftigem Körperbau und langen, blonden Haaren, die ihm bis über die Schultern fielen. Von hinten hätte man ihn glatt für eine resolute junge Frau halten können – was viele Kollegen auch taten.
„Da kommt Willi mit seiner Tussi“, riefen sie lachend, wenn wir gemeinsam auf den Baustellen auftauchten. Wir lachten mit. Es war eine Zeit, in der man sich nicht so leicht kränken ließ.
Unser Chef, Bernd Pages, hatte ein Auge für solche Dynamiken. Er merkte schnell, dass wir gut harmonierten, und schickte uns oft gemeinsam los – meist auf Autobahnbaustellen rund um Düsseldorf. Die Ladestelle war fast immer das Kalksteinwerk im Neandertal. Dort luden wir den schweren Kalkstein, der auf den Baustellen gebraucht wurde. Die Maschinen dröhnten, der Staub lag in der Luft, und doch war es eine Welt, in der wir uns wohlfühlten.
Wir hatten Funkgeräte in den LKWs – unsere ständige Verbindung. Die Gespräche drehten sich fast immer um Musik. Ich stellte Fragen: „Wer singt das Lied mit dem Refrain …?“ Und Marcus überlegte.
„Warte, ich weiß es … warte.“ Erst später erfuhr ich, dass er in solchen Momenten oft seine Mutter anrief – heimlich, über das Siemens S25, das uns morgens vom Chef ausgehändigt wurde. Ein kleines grünes Handy, das heute fast schon wie ein Museumsstück wirkt.
Die Tankstellen waren unsere morgendliche Bühne. Wir mussten tanken und Vignetten kaufen, und wenn wir alle gleichzeitig dort auftauchten, blockierten wir die Zapfsäulen wie eine rollende Festung. Die Kassierer schauten genervt, andere Fahrer schüttelten den Kopf – aber wir waren einfach Teil des Alltags auf der Straße.
Ich erinnere mich gern an diese Zeit. An das Lachen, die Musikrätsel, die langen Fahrten mit Markus. Es war eine Zeit, in der Freundschaft sich zwischen Baustellenstaub und Funkwellen formte. Eine Zeit, die nicht spektakulär war – aber echt. Und das ist manchmal mehr wert als alles andere.
Na Marcus, wer singt - Born To Be Wild ?




Bild mit KI erstellt!

Hier lass ich den Fahrer absteigen und Walzer tanzen.


Willi erzählt

Willi und das Auge des Gesetzes
(oder so ähnlich)

Montag 08.06.2026

Man gönnt sich ja sonst nichts. Da dachte ich mir neulich: „Mensch Willi, mach dir den Haushalt doch mal ein bisschen nahbarer. Gib den Dingen ein Gesicht!“ Was für eine glorreiche Schnapsidee.
Ich habe also zwei riesige Wackelaugen genommen und sie vorne auf meinen Staubsauger geklebt. Taufname: Sauge-Auge . Klingt dynamisch, klingt freundlich, dachte ich.
Großer Fehler. Riesiger Fehler.
Seitdem herrscht hier psychologische Kriegsführung im Wohnzimmer. Wenn ich das Ding jetzt aus der Besenkammer ziehe, schaut mich Sauge-Auge aus diesen fetten Plastikpupillen an. Und zwar nicht dankbar, weil er mal wieder ein bisschen Staub fressen darf, nein: Er guckt mich haargenau so vorwurfsvoll an wie meine Katze, wenn der Napf um 07:01 Uhr noch leer ist.
„Echt jetzt, Willi? Schon wieder die Krümel vom Sofa? Musste das Sandwich heute Morgen wirklich so krachen?“ – Das ist der Vibe, den mir dieses Plastikbiest permanent rüberschiebt.
Ich sauge also den Teppich, schwitze wie ein Hamster im Laufrad, und der Apparat rollt hinter mir her und verurteilt mich stumm für meine bloße Existenz. Ich bin kurz davor, ihm eine Schlafmaske aufzusetzen. Man hat ja sonst keinen Stress im Leben!




Video mit KI erstellt!

Seitdem herrscht hier psychologische Kriegsführung im Wohnzimmer.


Willi erzählt

Google FLOW

Montag 08.06.2026

Hier eine kleine Einführung in Google Flow.
Für jene, die es mal probieren wollen, mit Google Flow ein kleines kurzes Video zu erstellen, möchte ich euch für die ersten Schritte hiermit an die Hand nehmen. Es ist wirklich kein Hexenwerk und ich muss euch sagen, es macht großen Spaß. Also lest euch den folgenden Text gut durch, dann kommt ihr schnell zu guten Ergebnissen.
Hier ist die kurze und knappe Anleitung für den Computer oder das Smartphone:
In 4 Schritten zum 8-Sekunden-Video
Projekt starten:
Öffne die Google Flow App oder die Desktop-Version und klicke auf das Plus-Zeichen (+ Neu), um ein neues Projekt anzulegen.
Auf „Video“ umstellen:
Standardmäßig steht der Erstellungsmodus meist auf „Bild“. Tippe unten rechts auf den Generierungstyp und wähle Video aus.
Den Prompt (Anweisung) eingeben:
Beschreibe im Textfeld so genau wie möglich, was im Video passieren soll.
Tipp:
Nenne das Hauptmotiv, die Bewegung, die Umgebung und die Stimmung (z. B. „Eine Kamerafahrt im Herbst über einen nebligen Fluss, warmes Sonnenlicht, kinoreicher Stil“).
Optional (Image-to-Video):
Du kannst auch ein eigenes Foto hochladen und über die Funktion „Animieren“ beschreiben, wie sich das Bild bewegen soll.
Einstellungen & Generieren:
Wähle bei den Videoeinstellungen die gewünschte Länge (hier: 8 Sekunden) und das Format (z. B. Querformat für den Bildschirm).
Klicke auf Generieren.
Nach einer kurzen Berechnungszeit ist dein fertiges Video bereit zum Anschauen und Herunterladen.
💡 Zusatz-Tipp für die Kamera:
Wenn dir das erste Ergebnis gefällt, du aber den Blickwinkel ändern möchtest, kannst du über die Funktion Kamerabewegung nachträglich Befehle wie „Dolly Out“ (Herauszoomen) oder „Kameraschwenk“ auswählen, um die Szene neu berechnen zu lassen.
Der Promt für das hier nachfolgende 8 Sekunden Video !
Für das nachfolgende kleine Video habe ich ein Foto ausgesucht,auf dem ich auf einem Tracktor sitze. Der Promt(also die Anweisung) die ich für die Erstellung des kurzen Video's eingegeben habe ist folgender:
"Lass den Fahrer absteigen und Walzer tanzen. Im Hintergrund ist ein Walzer zu hören. Ein paar Hasen schauen zu und wundern sich."




Video mit KI erstellt!

Hier lass ich den Fahrer absteigen und Walzer tanzen.


Willi erzählt

Der Tag, an dem der Drahtesel das Fliegen lernte
(oder so ähnlich)!

Donnerstag 04.06.2026

Der Tag, an dem der Drahtesel das Fliegen lernte
So, jetzt geht's los! Mein alter Drahtesel ist nun wieder einsatzbereit und wird gleich getestet, indem ich ne kleine Runde um den Block fahre.
Man muss ja folgendes wissen: Das gute Stück stand jetzt so lange im Schuppen, dass die Spinnen dort bereits Miete gezahlt haben. Als ich das Teil rausholte, sah es eher nach einem archäologischen Fund aus als nach einem Fortbewegungsmittel. Aber ein bisschen WD-40 hier, ein kräftiger Hieb mit dem Schraubenschlüssel da, und siehe da – die Kette bewegt sich wieder! Gut, sie jammert und quietscht noch wie ein weinerlicher Seehund, aber wer tut das im Alter nicht ab und zu?
Die Reifen haben auch wieder Luft.
Ich war mir erst nicht sicher, ob der Schlauch den Druck hält oder mir gleich wie eine Silvesterrakete um die Ohren fliegt. Aber die Wangen sind prall, das Profil steht.Jetzt stehe ich also hier an der Auffahrt. Der Sattel fühlt sich hart an – ich bin mir ziemlich sicher, der war früher mal weicher, oder mein eigenes Polster hat sich über die Jahre einfach nur Richtung Bauch verschoben. Egal.
Ein tiefer Atemzug. Der Fuß geht aufs Pedal. Ich stoße mich ab... und was soll ich sagen? Das Gleichgewicht ist noch da! Es ist tatsächlich wie Fahrradfahren – man verlernt es einfach nicht.
Quietsch. Ächz. Schrubb.
Die Bremsen funktionieren auch. Also, zumindest machen sie so viel Krach, dass jeder Fußgänger im Umkreis von zweihundert Metern freiwillig in die Hecken springt. Das spart die Klingel! Die erste Kurve läuft wie geschmiert, der Fahrtwind pfeift mir um die Ohren (oder ist das der Luftzug vom Loch im Reifen?).
Einmal um den Block. Die Nachbarn gucken schon aus dem Fenster, als würde die Tour de France durch die Straße rollen. Ich grüße huldvoll wie der Kaiser von China. Alles läuft, die Knochen halten, der Drahtesel läuft – das Leben kann so einfach sein!



Video mit KI erstellt!

Ich war mir erst nicht sicher, ob der Schlauch den Druck hält
oder mir gleich wie eine Silvesterrakete um die Ohren fliegt.


Willi erzählt

„Du bist ja immer noch da.“

Freitag 05.06.2026

„Du bist ja immer noch da.“ Diesen Satz sagt die Comicfigur Willi mit stoischer Ruhe direkt in die Kamera. Und wenn man Willi so anschaut, stellt man fest: Es ist ein absolutes Wunder, dass er überhaupt noch da ist.
Willi ist optisch nämlich kein klassischer Superheld. Wenn Disney-Prinzessinnen aus grazilen Kreisen und sanften Linien gezeichnet werden, entstand Willi eher an einem feuchtfröhlichen Freitagabend nach der dritten Currywurst. Er ist das lebende Ergebnis davon, was passiert, wenn ein Zeichner versucht, einen stattlichen Mann zu Papier zu bringen, während er gleichzeitig von einem Schlagloch-Simulator durchgeschüttelt wird.Die Anatomie eines Unikats.
Der Haaransatz:
Willis Haare haben sich schon vor Jahren im gegenseitigen Einvernehmen verabschiedet. Die verbliebenen drei Strähnen auf der Stirn kämpfen einen epischen, aber aussichtslosen Überlebenskampf. Sie sind so präzise über die Kopfhaut drapiert, dass sie bei starkem Wind als hocheffiziente Wetterfahne fungieren.
Die Nase: Seine Nase hat die Form und den Charme einer gut gereiften Knolle Duisburger Ackergold. Sie ist das unangefochtene Zentrum seines Gesichts – so präsent, dass sie eine eigene Postleitzahl verdient hätte.
Die Statur: Sagen wir es so: Willi ist perfekt in Form. Und „rund“ ist schließlich auch eine Form. Sein Profil erinnert dezent an eine gemütliche Binnenschiffer-Tonne, die seelenruhig im Wasser treibt. Absolut sturmfest, erdverwachsen und durch nichts aus der Ruhe zu bringen.
Der Moment im Rampenlicht
Da steht er nun im digitalen Comic-Universum. Die Jahre im Berufsleben und auf den Straßen haben in seinem Gesicht Spuren hinterlassen, die man im modernen Design wohl als „aufregende Textur“ bezeichnen würde. Er trägt ein Hemd, dessen Knöpfe unter einer Spannung stehen, die ausreicht, um die Stromversorgung einer Kleinstadt zu sichern. Er blickt starr auf den Betrachter, der nun schon seit fünf Minuten ungläubig auf den Bildschirm starrt. Willi blinzelt nicht. Seine linke Augenbraue – ein buschiges Gebilde, in dem vermutlich eine kleine Vogelfamilie nistet – schiebt sich einen Millimeter nach oben. Er nimmt einen tiefen Zug, atmet aus, schaut dich direkt an und sagt mit der tiefen, mürrischen, aber unendlich gemütlichen Stimme eines Mannes, der schon alles gesehen hat:
„Du bist ja immer noch da.“
Und während du dich fragst, ob er dich oder seine eigenen Haare meint, grinst er in die Kamera. Ein breites, entwaffnendes Grinsen, das beweist: Schönheit vergeht, aber ein echter Willi bleibt!



Video mit KI erstellt!

Da steht er nun im digitalen Comic-Universum.


Der Fluss der Zeit

Ich stehe am Ufer in Ruhrort und schaue hinaus auf den Rhein. Das Wasser fließt unaufhörlich an mir vorbei, genau wie die Jahrzehnte, die hinter mir liegen.
"Hörst du nicht, wie die Zeit vergeht?
Gestern noch haben die Leute ganz anders geredet.
Die Jungen sind alt geworden und die Alten sind gestorben.
Gestern ist Heute geworden und Heute ist bald Morgen."
Früher, als ich noch als Matrose auf diesen Schiffen stand oder mit dem Bagger die Erde bewegte, schien der Tag kein Ende zu nehmen. Heute in Walsum weiß ich: Die Zeit ist wie der Rhein – sie steht niemals still.

Öfter mal reinschauen.
Die Seiten werden stetig erweitert!

Feil